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UN Klimawandel Konferenz

2. – 13. Dezember in Madrid.


– Dringende Entscheidungen und die nächsten Schritte im Kampf gegen den Klimawandel –

Klimagipfel New York im September 2019  

Zuletzt trafen sich die Köpfe aus Politik und Wirtschaft Mitte September dieses Jahres in New York. 65 Nationen und wichtige sub-nationale Regionen wie Kalifornien verpflichteten sich, bis 2050 ihren CO2 Ausstoß auf 0.0 zu reduzieren. 70 weitere Länder gaben bekannt, bis 2020 einen nationalen Aktionsplan gegen den Klimawandel zu implementieren.

Entscheidend dürfte jedoch die Unterstützung des Privatsektors sein: Über 100 Verantwortliche aus der internationalen Wirtschaft schlossen sich den Ambitionen des Pariser Klimaabkommens an und  zeigten konkrete Pläne, den Übergang in eine grüne Wirtschaft zu beschleunigen.

Die Privatwirtschaft entscheidet.

Die tatkräftige Unterstützung der Privatwirtschaft ist keine Garnitur, sondern notwendig, um die Klimaziele überhaupt noch zu erreichen. Regierungen allein sind nicht einflussreich genug, die seit Jahrzehnten eingefahrenen Strukturen wirkungsvoll zu rekalibrieren.

CO2 neutrale Investitionen gewinnen Momentum.  

Verantwortliche für Investitionen von mehr als 2 Billionen Dollar zeigten sich nun inspiriert, ein CO2 neutrales Investmentportfolio bis 2050 umsetzen zu können. 130 Banken, ein Drittel des weltweiten Banksektors, unterzeichneten die Ziele des Pariser Klimaabkommens.

Green Climate Fund und Climate Investment Platform.

Weiter geben viele Länder bekannt, die Beiträge an den Green Climate Fund beachtlich aufstocken zu wollen, einige davon wie Frankreich, Deutschland, Norwegen und das vereinigte Königreich wollen ihre Zahlungen verdoppeln. Eine Climate Investment Platform wurde angekündigt, durch welche 1 Billion US-Dollar an Investments in saubere Energie für die 20 unterentwickeltsten Ländern ermöglicht werden soll.

Ausrichtung aller Maßnahmen am Pariser Klimaabkommen.

Die Klimawandel Konferenz in Madrid soll die nächsten drängenden Fragen rund um die ökologische Entwicklung des Planeten provozieren und beantworten. Das Schlüsselziel ist die Ausrichtung der gesamten Operationen anhand des Pariser Klimaabkommens. Vor allem der Finanzbereich, speziell nachhaltige Investments, sind ein Kernstück der Agenda. Die Veranstalter hoffen Fortschritte in der Verbreitung nachhaltiger Geldanlagen zu machen und die Notwendigkeit privaten Engagements zu verdeutlichen.

Nur Ergebnisse zählen.

Viele multilaterale Entwicklungsbanken und institutionelle Investoren aus dem Privatsektor haben sich den Pariser Zielen verschrieben und richten ihre Portfolios entsprechend aus. Der Schwung in Richtung Ernsthaftigkeit, den das Aktionsfeld Sustainable Investment in den letzten Jahren genommen hat, ist beachtlich und sollte dennoch mit beiden Augen betrachtet werden, bis echte Ergebnisse vorliegen.

2020 ist das Jahr der nationalen Aktionspläne.

Die Klima-Konferenz 2019 in Madrid wird Momentum in das Jahr 2020 heben. Für das nächste Jahr haben viele Länder einen neuen Aktionsplan bezüglich des weiteren Vorgehens zum Klimaschutz angekündigt. Speziell die Bereiche Finanzen, Transparenz der Fortschritte, Wälder und Landwirtschaft, Technologie, Verlust und Schaden, Ureinwohner, Städte, Meere und Geschlechterfragen stehen auf der Liste.

Klimawandel verlangsamen durch Technik.

Das SBSTA 51 (Sessions of the Subsidiary Body for Scientific and Technological Advice)- und das SBI 51 (Subsidiary Body for Implementation)-Treffen versprechen spannende Entwicklungen in den Bereichen technische Kohlendioxid-Reduktion und weitere konkrete Maßnahmen zum Thema Luftqualität und Klimaschutz.

COP 25.

Die größten Erwartungen liegen auf den COP 25 (Conference of the Parties)-, CMP 15 (Meeting of the Parties to the Kyoto Protocol)- und CMA 2 (Meeting of the Parties to the Paris Agreement)-Treffen.

Blick auf Menschenrecht – speziell indigene Völker.

Die Zusammenarbeit von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft ist entscheidend, um die ambitionierten Ziele und Initiativen zu erreichen beziehungsweise mit Leben zu füllen. Das Augenmerk der Madrider Konferenz steht dabei nicht ausschließlich auf der Umsetzung klimatechnischer Aufgabenstellungen, sondern konzentriert sich besonders auf die Frage der Menschenrechte und die Rolle indigener Völker. Die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens  soll mit empathischer und solidarischer Haltung erreicht werden, wobei die Rechte schwächerer Parteien immer respektiert werden müssen.

Klimazertifikate.

Erwartet wird zudem eine Klärung der Frage rund um die vielbeachteten Klimazertifikate. Durch diese Konstrukte können Länder zur Erreichung der national bestimmten Klimaschutzbeiträge zusammenarbeiten. So kann etwa ein Land seine Emissionsreduktionen in Form von Zertifikaten an ein anderes Land verkaufen. Bei der Klimakonferenz 2018 im polnischen Katowice wurde das Thema bereits einschlägig diskutiert, es gab jedoch keine einstimmigen Ergebnisse.

Der Markt für nachhaltige Investments wird profitieren.

Madrid 2019 kann die Bewegung von grauer zu grüner Weltwirtschaft beschleunigen. Die Aktionspläne und Klimainitiativen der letzten Jahre beginnen auf stärkeren Fundament zu stehen und werden mit erhöhter Aufmerksamkeit betrachtet. Vor allem die Aussicht auf einen Handel mit Klimazertifikaten und Ausgleichszahlungen für umweltbelastende Bau- oder Produktionsentscheidungen scheint die Dynamik der internationalen Klimapolitik in Bewegung zu versetzen. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse der Konferenz in Madrid. Der Markt für nachhaltige Investments kann davon nur profitieren.

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Sebastian Liebscher
Business Management
Bankhaus von der Heydt – seit 1754
Tel: +49 89 2060657-70
Fax: +49 89 2060657-10
Mail: s.liebscher@1754.de 
Widenmayerstr. 3 | 80538 München | www.1754.de

Klimagipfel New York im September 2019  

Zuletzt trafen sich die Köpfe aus Politik und Wirtschaft Mitte September dieses Jahres in New York. 65 Nationen und wichtige sub-nationale Regionen wie Kalifornien verpflichteten sich, bis 2050 ihren CO2 Ausstoß auf 0.0 zu reduzieren. 70 weitere Länder gaben bekannt, bis 2020 einen nationalen Aktionsplan gegen den Klimawandel zu implementieren.

Entscheidend dürfte jedoch die Unterstützung des Privatsektors sein: Über 100 Verantwortliche aus der internationalen Wirtschaft schlossen sich den Ambitionen des Pariser Klimaabkommens an und  zeigten konkrete Pläne, den Übergang in eine grüne Wirtschaft zu beschleunigen.

Die Privatwirtschaft entscheidet.

Die tatkräftige Unterstützung der Privatwirtschaft ist keine Garnitur, sondern notwendig, um die Klimaziele überhaupt noch zu erreichen. Regierungen allein sind nicht einflussreich genug, die seit Jahrzehnten eingefahrenen Strukturen wirkungsvoll zu rekalibrieren.

CO2 neutrale Investitionen gewinnen Momentum.  

Verantwortliche für Investitionen von mehr als 2 Billionen Dollar zeigten sich nun inspiriert, ein CO2 neutrales Investmentportfolio bis 2050 umsetzen zu können. 130 Banken, ein Drittel des weltweiten Banksektors, unterzeichneten die Ziele des Pariser Klimaabkommens.

Green Climate Fund und Climate Investment Platform.

Weiter geben viele Länder bekannt, die Beiträge an den Green Climate Fund beachtlich aufstocken zu wollen, einige davon wie Frankreich, Deutschland, Norwegen und das vereinigte Königreich wollen ihre Zahlungen verdoppeln. Eine Climate Investment Platform wurde angekündigt, durch welche 1 Billion US-Dollar an Investments in saubere Energie für die 20 unterentwickeltsten Ländern ermöglicht werden soll.

Ausrichtung aller Maßnahmen am Pariser Klimaabkommen.

Die Klimawandel Konferenz in Madrid soll die nächsten drängenden Fragen rund um die ökologische Entwicklung des Planeten provozieren und beantworten. Das Schlüsselziel ist die Ausrichtung der gesamten Operationen anhand des Pariser Klimaabkommens. Vor allem der Finanzbereich, speziell nachhaltige Investments, sind ein Kernstück der Agenda. Die Veranstalter hoffen Fortschritte in der Verbreitung nachhaltiger Geldanlagen zu machen und die Notwendigkeit privaten Engagements zu verdeutlichen.

Nur Ergebnisse zählen.

Viele multilaterale Entwicklungsbanken und institutionelle Investoren aus dem Privatsektor haben sich den Pariser Zielen verschrieben und richten ihre Portfolios entsprechend aus. Der Schwung in Richtung Ernsthaftigkeit, den das Aktionsfeld Sustainable Investment in den letzten Jahren genommen hat, ist beachtlich und sollte dennoch mit beiden Augen betrachtet werden, bis echte Ergebnisse vorliegen.

2020 ist das Jahr der nationalen Aktionspläne.

Die Klima-Konferenz 2019 in Madrid wird Momentum in das Jahr 2020 heben. Für das nächste Jahr haben viele Länder einen neuen Aktionsplan bezüglich des weiteren Vorgehens zum Klimaschutz angekündigt. Speziell die Bereiche Finanzen, Transparenz der Fortschritte, Wälder und Landwirtschaft, Technologie, Verlust und Schaden, Ureinwohner, Städte, Meere und Geschlechterfragen stehen auf der Liste.

Klimawandel verlangsamen durch Technik.

Das SBSTA 51 (Sessions of the Subsidiary Body for Scientific and Technological Advice)- und das SBI 51 (Subsidiary Body for Implementation)-Treffen versprechen spannende Entwicklungen in den Bereichen technische Kohlendioxid-Reduktion und weitere konkrete Maßnahmen zum Thema Luftqualität und Klimaschutz.

COP 25.

Die größten Erwartungen liegen auf den COP 25 (Conference of the Parties)-, CMP 15 (Meeting of the Parties to the Kyoto Protocol)- und CMA 2 (Meeting of the Parties to the Paris Agreement)-Treffen.

Blick auf Menschenrecht – speziell indigene Völker.

Die Zusammenarbeit von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft ist entscheidend, um die ambitionierten Ziele und Initiativen zu erreichen beziehungsweise mit Leben zu füllen. Das Augenmerk der Madrider Konferenz steht dabei nicht ausschließlich auf der Umsetzung klimatechnischer Aufgabenstellungen, sondern konzentriert sich besonders auf die Frage der Menschenrechte und die Rolle indigener Völker. Die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens  soll mit empathischer und solidarischer Haltung erreicht werden, wobei die Rechte schwächerer Parteien immer respektiert werden müssen.

Klimazertifikate.

Erwartet wird zudem eine Klärung der Frage rund um die vielbeachteten Klimazertifikate. Durch diese Konstrukte können Länder zur Erreichung der national bestimmten Klimaschutzbeiträge zusammenarbeiten. So kann etwa ein Land seine Emissionsreduktionen in Form von Zertifikaten an ein anderes Land verkaufen. Bei der Klimakonferenz 2018 im polnischen Katowice wurde das Thema bereits einschlägig diskutiert, es gab jedoch keine einstimmigen Ergebnisse.

Der Markt für nachhaltige Investments wird profitieren.

Madrid 2019 kann die Bewegung von grauer zu grüner Weltwirtschaft beschleunigen. Die Aktionspläne und Klimainitiativen der letzten Jahre beginnen auf stärkeren Fundament zu stehen und werden mit erhöhter Aufmerksamkeit betrachtet. Vor allem die Aussicht auf einen Handel mit Klimazertifikaten und Ausgleichszahlungen für umweltbelastende Bau- oder Produktionsentscheidungen scheint die Dynamik der internationalen Klimapolitik in Bewegung zu versetzen. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse der Konferenz in Madrid. Der Markt für nachhaltige Investments kann davon nur profitieren.

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Sebastian Liebscher
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