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ESG Investments


Ein Investment Plus.

ESG bezeichnet Investitionen, die positive und langfristig stabilisierende Effekte auf das Ökosystem, die Gesellschaft und die Standards der Unternehmensführung haben. 

ESG – Rendite mit Fokus auf Nachhaltigkeit.

Immer mehr Menschen legen Wert darauf, die Folgen ihres Handelns auf drängende Umwelt- und Gesellschaftsfragen zu kennen. Der Verbraucher hat sich von einer passiven Konsumentenrolle in eine aktive Position bewegt – er ist Gestalter geworden. Deshalb sind in den letzten Jahren politische Einstellungen und Wünsche, angefangen bei Nahrungsmitteln und Bekleidung hin zu Fahrzeugen und dem Erwerb einer Immobilie, immer mehr in die Entscheidungsfindung mit eingeflossen.

Damit dieser Gestalterrolle auch innerhalb des Finanzsektors Zugang ermöglicht wird, wurden spezielle Kriterien für Investitionen geschaffen, die das Thema Nachhaltigkeit in verschiedenen Bereichen unter dem Kürzel „ESG“ zusammenfassen.

Der große Zusammenhang zwischen den Bereichen besteht in der ethisch-moralischen Komponente, welche über die Etablierung ESG-konformer Investitionsmöglichkeiten Relevanz in den Entscheidungen von Asset Managern und institutionellen Investoren findet.

180 Milliarden Euro pro Jahr zusätzlich aus dem privaten Sektor.

Trotz intensiver Bemühungen der öffentlichen Hand schätzt eine von der EU-Kommission eingesetzte Expertengruppe (HLEG), dass 180 Milliarden Euro zusätzliche Investitionen aus privatem Kapital notwendig sind, um die Nachhaltigkeitsziele, vor allem Paris und UN 2030, umzusetzen. Die EU versucht bereits mithilfe kürzlich verabschiedeter ESG-Richtlinien das private Kapital in diese Richtung zu lenken.

Nachhaltigkeit findet auch beim Gesetzgeber Anklang.

Am 18. April 2019 verabschiedete das EU-Parlament ein von den ESG-Standards abgeleitetes Gesetzespaket, das den Grundstein für eine nachhaltigere Finanzwirtschaft legt. Die wichtigsten Änderungen sind:

  • Ein klares und detailliertes EU-Klassifikationssystem für nachhaltige Aktivitäten, durch das eine einheitliche Sprache der ESG-Systematik innerhalb der Finanzbranche eingeführt werden soll.

  • Eine EU-Kennzeichnung für grüne Finanzprodukte.

  • Maßnahmen zur Klarstellung der Pflichten von Asset Managern und institutioneller Investoren hinsichtlich nachhaltiger Investitionen.

  • Eine Erhöhung der Transparenz gegenüber Investoren hinsichtlich der Politik von Unternehmen im Bezug auf Umwelt, Gesellschaft und Unternehmensführung .

  • Die Einführung eines grünen Faktors in die aufsichtsrechtliche Regulierung, sowie die Aufnahme von Klimarisiken in das Risikomanagement von Banken und Versicherungen.

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ESG bedeutet keineswegs Verzicht.

Diese Richtlinien spiegeln das Klima der Gesellschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts wieder. Immer mehr Menschen versuchen ihren negativen Fußabdruck bezüglich der ESG-Dimensionen zu verkleinern und äußern vermehrt den Wunsch, die Welt durch ihre Handlungen in eine nachhaltigere Richtung zu lenken.

Dieser Wunsch muss nicht mit wirtschaftlicher Schwäche oder verminderter Rendite einhergehen. Vielmehr zeigen sich erste Anzeichen, dass in einem sich schnell entwickelnden Gesellschaftsklima genau das Gegenteil eintreten wird. Somit sind die ökonomischen Aussichten der Fokussierung auf die drei ESG-Dimensionen überaus positiv.

Der Markt passt sich an.

Wenn grundlegende Annahmen wie ein stabiles Ökosystem, eine ausgeglichene Gesellschaftsstruktur oder eine angemessene Vergütung aller Angestellten eines Unternehmens ihre Selbstverständlichkeit verlieren, erheben die Menschen ihre Stimme.

Genau diese Situation tritt aktuell ein. Es entsteht ein gesellschaftlicher Druck, der von der Politik aufgenommen und anschließend, wie durch das EU-Parlament geschehen, in bindende Richtlinien gegossen wird.

Erst Europa, dann die Welt?

Zwar liegt der Hauptschauplatz für ESG-Investitionen aktuell noch hauptsächlich in Europa und in abgeschwächter Form auch in anderen westlichen Industrieländern. Es wird jedoch erwartet, dass in Zukunft deutlich mehr Länder auf diesen Zug aufspringen. So hat beispielsweise China, in der Hoffnung nachhaltig-motivierte Investoren zu überzeugen, bereits Maßnahmen getroffen, die in ihrer Beschaffenheit den ESG-Kriterien sehr ähneln.

UN 2030 Agenda.

2015 hat sich die internationale Staatengesellschaft unter der UN 2030 Agenda verpflichtet, allgemeingültige Ziele wie den Umweltschutz und eine nachhaltige Gesellschaftsentwicklung mehr in den Fokus der Politik zu rücken.

Durch das Pariser Klimaabkommen wurde eine Reduzierung des weltweiten CO-2 Ausstoßes um 40 Prozent formuliert, damit den umwälzenden Vorgängen innerhalb unseres Ökosystems entgegengewirkt werden kann.

Die EU will Vorbild sein.

Die Europäische Union hat entschieden, in diesem Vorhaben eine Pionierrolle einzunehmen. Unter der Ägide von Jean-Claude Juncker wurde begonnen, im Rahmen des EFSI (Europäischer Fonds für strategische Investitionen) von öffentlicher Seite für derartige Investitionen zu werben und diese voranzutreiben.

Die Ziele der EU sind jedoch weitreichender als eine bloße Reduzierung der Umweltbelastung. Sie forcieren ebenfalls weitreichende Regulierungen bezüglich der Offenlegung von Informationen über die Nachhaltigkeit von Unternehmenskultur und Unternehmensführung.

Fazit

Die Umsetzung der ESG-Anforderungen öffnet Anlegern den Weg zu transparenteren Investitionsentscheidungen. Vor allem die Millennial Generation fordert diese neue Art der Transparenz vehement ein und will nicht mehr nur blind Rendite generieren, sondern auch ihren Werten Respekt zollen. ESG-Investitionen bieten diese Möglichkeit. Sie verbinden Gewinnchancen mit dem Gefühl Gutes zu tun und sind aus diesem Grund für Anbieter und Investoren gleichermaßen attraktiv. ESG-Investitionen sind somit ein echtes Investment Plus.

Sebastian Liebscher
Business Management
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